mitteldeutsche-alternative
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Grenzen leben nur im Verstand der Menschen. In der Natur ist die Grenze das  nach anderen Gesetzen sich Bewegende. Auf und mit diesen Grenzen gehen wir, fahren wir und hoffen auf das Wiedererkennen dessen, was uns vertraut ist. Das könnten wir auch Heimat nennen. Heimat ist so temporär, wie das Individuum selbst. Heimat ist Teil der Identität - das Vertraute eben. Nur die haltlose Masse will permanente Grenzen erzwingen, weil sie ohne Grenzen ihre Identität nicht erkennt oder begreift.

ABER
Es ist so schwer, eine Grenze zu begreifen. Und, wer möchte sich auf das Unbegrenzte einlassen? Allein der Blick zum Himmel bringt schon Furcht, die grenzenlos sein kann. Ist es da nicht besser für den Heimatlosen, für den Wanderer zwischen den „Welten“, nach innen zu schauen? Das ist der Ort, zu dem alles hinführt und weggeht. Also, der Mensch muss seiner Seele, man kann auch sagen, seinen Gefühlen, ein Zuhause anbieten. Die Welt hat nicht viel anzubieten, erkennt man sie nicht, so ist man mit allem unzufrieden, weil man keinen Frieden in sich trägt.

Das Rechts-Links-Schema

Politische Einstellungen werden häufig vergröbernd als rechts oder als links bezeichnet. Die Unterscheidung soll auf die Sitzordnung in der französischen Abgeordnetenkammer von 1814 zurückgehen. Dort saßen - vom Präsidenten aus gesehen - auf der rechten Seite diejenigen Parteien, die für den Erhalt der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eintraten. Auf der linken Seite saßen diejenigen Parteien, die eine Änderung der politischen und sozialen Verhältnisse anstrebten.

Die heutige Verwendung der Begriffe ist teilweise verwirrend. So bezeichnet sich die SPD in ihrem Programm als linke Volkspartei, Presseartikel sprechen aber auch von rechten Sozialdemokraten. Bei den Liberalen werden Linksliberale von (rechten) Nationalliberalen unterschieden. Faschismus gilt gemeinhin als Sammelbezeichnung für rechtsextremistische Bewegungen, aber der deutsche Philosoph Habermas prangerte vor vielen Jahren auch einen linken Faschismus an.
Die Meinungsforscherin Noelle-Neumann hat beschrieben, was Menschen unter rechten und was sie unter linken Werten verstehen. Als linke Werte gelten danach: Gleichheit, Gerechtigkeit, Nähe, Wärme, Formlosigkeit, das "Du", Spontaneität, das Internationale und Kosmopolitische. Ihnen stehen als rechte Werte gegenüber: Betonung der Unterschiede, Autorität, Distanz, geregelte Umgangsformen, das "Sie", Disziplin, das Nationale.
In der Wirtschaft sind linke Werte: staatliche Planung, öffentliche Kontrolle, rechte Werte: Privatwirtschaft und Wettbewerb.
Freiheit verstehen Linke zuerst als Freiheit von Not. Der Staat soll sich um soziale Sicherheit und Geborgenheit kümmern. Rechte verstehen Freiheit umgekehrt zuerst als Freiheit von staatlicher Gängelung und staatlichem Zwang. Sie schätzen Anstrengung, Risikobereitschaft, Eigenaktivität. Das zentrale linke Anliegen ist Solidarität mit den Schwächeren.

Quelle: Thurich, Eckart: pocket politik. Demokratie in Deutschland. überarb. Neuaufl. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2011.

 

Deutschland ohne Zukunft

Es sind die vielen Einzelheiten, die Bände sprechen lassen. Meine Heimat Deutschland hat keine Zukunft. Der "europäische Mensch", den es zwar nicht geben wird, weil er eine politische Fiktion ist, zerstört die nationale Identität, das individuelle Glück und die früheren Ziele der gesellschaftlichen Zukunft. Das Land, das bald nicht mehr mit einer Zunge spricht, weil die Sprache anglifiziert, gegendert und auch sonst digital verstümmeln und verkommen wird, kommt wieder in der Uneigenheitlichkeit vorlutherischer Zustände an. Das Land, das mit einer Vergangenheit von mehr als zweitausend Jahren sich historisch einheitlich verstand, löst sich in Europa auf, das ebenso keine Perspektive hat, denn noch nie war es so (und kann es auch nicht werden) überflüssig und überdrüssig seiner selbst geworden, wie heute. Das Land, das sich selbst vergißt und sich selbst haßt, trotz einer fünfhundertjährigen Aufklärung, trotz der Trennung von Religion und Staat und dazu mit einer heute noch bestehenden industriellen Vormachtstellung ausgestattet ist, wird seine Sprache, seine Staatsorganisation und seine heute schon inhomogene Gesellschaft an die Geschichte abgeben.

Das verlangt der europäische Mensch, den die Gestaltungskraft der Politik erzwingen will. Der europäische Mensch braucht keine nationale Kultur, kein regionales und geschichtliches Wissen, keine identitäre Sprache, keine Traditionen und keine Eigenheiten. "Entrasst", geschlechtsneutral weil gegendert, entsprachlicht, enthistorisiert. Den Deutschen keine Schande, keine Scham, keine Gewissennot und keine Vergangenheit mehr. Das ist die Vorstellung der Politik von der geografischen Fläche, auf der wir heute leben. Die Weichen sind und werden gestellt:

Kinderlosigkeit, Verwahrlosung der Sitten und Gebräuche, monetäre Umgangsregelung, Geistesverflachung durch kognitiven Notstand im Denken, Auflösungserscheinungen in der Innen- und Außenpolitik, Zunahme der Überfremdung und damit der Zuwachs der Selbstentfremdung und mehr.

Jahr für Jahr, sogar Monat für Monat werden Regeln, Gesetze, Verordnungen, Verfahren und Abschlüsse von der Politik in Berlin und Brüssel getroffen, die von der Vielfalt weg ein einheitliches Ganzes erwirken und erzeugen wollen. EUROPA einig Vaterländer ohne Hymne, denn Beethoven "Freude, schöner Götterfunken" muss vergessen werden oder wird es die "geeinte Kulturnation-en Europa" ebenso geben, wie die UdSSR, die allerdings nach 70 Jahren Bestand zerbrach. Jedenfalls muss man sich ein geeintes Europa so vorstellen - Ein Europa mit einer Amtssprache, die nach und nach alle Eigenheiten der Sprache unterschiedlichster Völker zu verflachen und zu vereinfachen droht. Ein Europa aller Religionen. Ein Europa ohne Ideologie, nur auf eine Ethik des finanziellen Konsenz aufgebaut - der Gier vor allem. Ein Europa, das den Kriegen der Zukunft trotzen wird und selbst militärisch an- und eingreift, wegen energetischer, ökologischer, ökonmoischer und anderer materiellen Interessen, besonders machtvoll und nachhaltig.

Umwelt, Energie, Land und Wasser und Bevölkerungsentfaltung werden Aber-Millionen Menschenleben kosten. Übrigens Menschen, die heute schon leben. Auch das wird Europa sein.

 

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